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Leise rieselte der Schnee - Lauf zwei endete als kürzestes Rennen der VLN-Historie


Wer die Eifel und den Nürburgring kennt hat schon früh gelernt, dass das Wetter sich nie verlässlich vorhersagen lässt. So kann es vorkommen, dass ein Fahrer in einer Runde "alle vier Jahreszeiten" erleben kann. So geschehen beim zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2019.

Bereits in den Tagen vor dem Rennen wurde schon über eine Rennabsage aufgrund der frostigen Wetterprognosen spekuliert. Die Veranstaltung im Vorfeld abzusagen war für den Veranstalter jedoch keine Option.

So reisten die Teams wie gewohnt an, um am Freitag vor dem Rennen ihre Test- und Einstellfahrten zu machen. Bereits im Laufe des Freitags fielen die Temperaturen bis zum Nachmittag bis knapp über den Gefrierpunkt.  Viele Fahrer hatten Probleme die Reifen auf eine vernünftige Temperatur zu bringen. Da es bis zum Abend keinen Niederschlag gab blickte man noch hoffnungsvoll auf den kommenden Renntag, auch wenn das Wetterradar für Samstag ab der Mittagszeit starken Schneefall ankündigte.

Samstagmorgens ging es dann für die drei AVIA racing Rennautos auch pünktlich um 8:30 Uhr ins Qualifying. Eiskalter Wind und wieder Temperaturen knapp über Null Grad kündigten den ganzen Vormittag schon an, was befürchtet wurde. Zwischen schneegrauen Wolken schaute jedoch auch hin und wieder die Sonne heraus und lies die Hoffnung aufkeimen, dass alles gut werden könnte.

Noch während die Autos in die Startaufstellung zogen fielen die ersten Schneeflocken. Nach einer Inspektionsrunde der Rennleitung und bei inzwischen wieder scheinender Sonne wurde das Rennen dann doch gestartet. Die Umstände hinderten unsere AVIA-Clio Piloten aber nicht daran für gute Laune zu sorgen. (Foto)

Kurz nachdem die Spitze des etwa 170 Auto starken Feldes bei Start und Ziel die erste gewertete Rennrunde beendete setzte an vielen Stellen auf der Grand Prix Strecke und rund um die Nordschleife massiver Schneefall ein. Innerhalb Minuten verwandelte sich die "Grüne Hölle" in die "Weiße Hölle", die Rennleitung traf die einzig richtige Entscheidung den Lauf mit der Roten Flagge abzubrechen.

Da sich einige Unfälle in dieser Phase ereigneten und im Sinne der Sicherheit aller wurde VLN 2 auch nicht mehr aufgenommen und mit nur einer gezeiteten Runde als kürzestes Rennen in die Statistiken geschrieben.  Am 27. April 2019 beim 61. ADAC ACAS H&R-Cup  wird AVIA racing mit dem BMW M4 GT4, dem BMW M240i und dem AVIA-Renault Clio RS zur Distanz von 4 Stunden starten.

Stephan Hauke, verantwortlich für das AVIA Sportmarketing: "AVIA ist viel im Wintersport präsent, dass wir in diesem Zusammenhang auch bei AVIA racing Schnee erleben ist schon aussergewöhnlich. Ich war selbst oft schon am Nürburgring, einen Wintereinbruch kannte ich so jedoch noch nicht. Sicherlich ist es schade, dass VLN 2 für AVIA racing ohne Wertung ist, für die Sicherheit aller Teilnehmer war der Abbruch absolut richtig!"

Den Start im AVIA Clio und die Fahrt in den Schneefall fuhr Stephan Epp. Seine Eindrücke schildert er so: "Der Freitag lief bei uns noch ganz normal. Wir hatten trotz der Kälte ein gutes Setup gefunden was sich am Samstag im Qualifying mit einer Pole-Position auszahlte. Meine Einführungsrunde war dann von den Streckenverhältnissen her noch okay trotz leichtem Schneefall hier und da. Selbst das Reifen warm fahren hat funktioniert. So konnte ich direkt nach dem Start bereits auf der Grand Prix Strecke einige Positionen in der Gruppe gut machen, auch auf der Nordschleife überholte ich dann weitere Fahrzeuge. Als ich dann im Klostertal am Unfall des Frikadelli Porsche vorbei kam hat der extreme Schneefall bereits eingesetzt. Die Strecke war komplett nass und auf den Curbs lag bereits eine weiße Schicht. Da habe ich sofort Tempo heraus genommen um null Risiko zu gehen, ab dem Moment ahnte ich auch, dass die Rote Flagge bald kommt. Das hat sich im Nachhinein als richtig herausgestellt, um mich herum sind die Autos reihenweise weggeschliddert. Beim Abbruch war ich genau kurz vor der Boxeneinfahrt und somit einer der Ersten der das Auto abgestellt hat - ohne Kratzer."

Epp betont weiter: "Der Abbruch war zwar ärgerlich für Alle aber eine richtige Entscheidung. Es wäre für den AVIA-Clio interessant gewesen die Führung in der SP3 zu halten und sich gegen ein Feld von Toyota GT86 zu behaupten. Es sollte aber nicht sein. Somit blicken wir motiviert auf VLN 3 und hoffen auf ein problemloses und vollständiges Rennen!"

Abschliesend stellt Hauke fest: "Beim dritten VLN Rennen sollte dann hoffentlich normale Verhältnisse herrschen und AVIA racing fährt über die gesamte Rennzeit. Als positives Fazit des Wochenendes war das Finale des AVIA eRacing Wettbewerbs ein großer Erfolg. Übernächstes Wochenende zeigen dann unsere Fahrer wieder auf der echten Nordschleife was sie leisten können."

Erstellt am:
News: 24H Nürburg & VLN
Deutsche AVIA Mineralöl-GmbH