AVIA Erfolgsgeschichte

Unsere spannende Erfolgsgeschichte

Die Geschichte der deutschen AVIA ist eine Geschichte mit vielen Stationen und Ereignissen, Krisen und Erfolgen, die ihren Ursprung in der Wirtschaftswunderzeit der 1950er Jahre hat.

Alles beginnt in Freudenstadt im Schwarzwald. 
Dort wird am 26. Mai 1952 der Grundstein für die AVIA Deutschland gelegt:  Die Mineralölhändler Hugo Oest aus Freudenstadt und Johann Baptist Wagner aus München erwerben von der AVIA Schweiz die Lizenz, ihre Produkte unter der Marke AVIA zu vertreiben. In der Schweiz ist die Marke AVIA seit 1931 bekannt.

Die AVIA-Pioniere Oest und Wagner gründen 1953 die Deutsche AVIA Mineralöl GmbH. 
Drei Jahre später entsteht die AVIA Mineralöl-AG als Einkaufsgemeinschaft.

AVIA – der Name leitet sich von Aviatik, der Flugkunst ab. Flugzeuge benötigen besonders guten Treibstoff. AVIA steht also für beste Benzinqualität, hohen Anspruch und ständige Weiterentwicklung. AVIA-Benzin beflügelt Motoren, damals und heute.

Was klein begann wuchs immer weiter: Bis 1957 zählen zur deutschen AVIA bereits 14 Firmen. 1960 gehören zur AVIA international 64 Unternehmen in ganz Europa, AVIA Deutschland ist zu diesem Zeitpunkt die größte Landesorganisation. 1968 gehören zur Deutschen AVIA 25 Unternehmen.

„Für ein gutes Produkt brauche ich eine Marke – AVIA war für mich die einzige Marke, mit der ich mich identifizieren konnte.“ Manfred Kühmichel

Alfred Kuehmichel GmbH & Co. KG, Merenberg-Allendorf

 „Wir hatten grundsätzlich das Interesse, eine gemeinsame Marke und einen gemeinsamen öffentlichen Auftritt zu haben. Die Tankstelle in Hamburg sollte genauso aussehen wie die Tankstelle in München. Die Tankwagen sollten gleich sein und vor allen Dingen die Qualität. Wir wollten unbedingt nach dem Slogan ‚AVIA – immer Spitzenqualität‘ leben.“

Hans-Günther Schwecke, Seniorchef von A. F. Bauer in Regenstauf

 

Die starke Gemeinschaft der AVIA kann auch harten Zeiten und politischen Krisen trotzen: Während der Ölkrisen 1973 und 1979 gelingt es, genügend Ware für die Kundschaft bereitzuhalten. Jahrzehntelang war Öl der preiswerteste Energieträger - plötzlich war er der teuerste! Die Wirtschaftskrise 1974 macht auch der Mineralölbranche zu schaffen.

1980 dann der Coup, der die Ölbranche verblüfft: Die AVIA schließt mit dem saudi-arabischen Unternehmen Petromin ein Drei-Jahres-Vertrag über den Import von Rohöl.
Der Deal findet weltweit Beachtung.

Die Deutsche AVIA ist weiter im Aufwind, in den folgenden Jahren wächst die Zahl der AVIA-Tankstellen auf über 1345 Tankstellen. Die AVIA ist schon damals weit mehr als eine Mineralöl-Einkaufsgemeinschaft: Im Jahr 2000 bewältigt die AVIA den harten Preiskampf an den Tankstellen, den auch ihre Gesellschafter in Bedrängnis gebracht hatte. 

 

„Bis heute ist es für alle Beteiligten von Vorteil, einer solch europäischen Handelsmarke anzugehören, ohne dass das mittelständische Spezifikum jedes Unternehmens verloren geht“

Bernd Ziegler, vormals Geschäftsführer der Deutschen AVIA Mineralöl-GmbH und später der Oest Tankstellengesellschaft KG in Freudenstadt

 

Im Jahre 2003 dann das große Jubiläum: Die Deutsche Avia feiert 50-Jähriges Bestehen.

Das Erfolgsrezept der AVIA geht auf: ein einheitlicher Außenauftritt, aber völlig selbständig agierende Unternehmen, die in ihren Regionen tätig sind. Für die Verbraucher ist die Marke AVIA längst ein Begriff. Ziel ist es weiterhin, beste Mineralölprodukte zu entwickeln und anzubieten. Die Palette an Motorenölen, Schmierstoffen und Heizölen wird größer und vielfältiger.

 

„Ich bin überzeugter AVIAte. Wenn Sie als Mittelständler im Mineralölbereich die volle Produktpalette verkaufen, kommen Sie an AVIA eigentlich nicht vorbei.
AVIA gibt uns ein Gesicht nach außen.“

Helmut Schlüter
August Schmähling GmbH, Gütersloh

Die AVIA Gemeinschaft geht mit der Zeit und spielt bei der Entwicklung von Biokraftstoffen in Deutschland eine tragende Rolle.  Ab 2007 wird an den Tankstellen Biokraftstoff und Autogas vertrieben. Alternative Energiegewinnung steht einige Jahre später auf dem Programm: 2013 eröffnet die AVIA ihren ersten Windpark, bis 2015 folgen drei weitere. Zahlreiche AVIAten erweitern zudem ihr Angebot und bieten auch Gas, Strom und Holzpellets an.

2016 kann die AVIA auf 60 Jahre Erfolgsgeschichte, auf bewältigte Krisen, viele Innovationen und einen starken Teamgeist zurückblicken.

Die Zentrale der deutschen AVIA hat ihren Sitz in München. Geschäftsführer der Deutschen AVIA Mineralöl-GmbH ist der Wirtschaftsingenieur Holger Mark.

„Die AVIA ist ein Kreativpool. Wir schätzen die einmalige AVIA-Konstruktion:  Zentral wird das gemacht, was besser zentral geht. Und regional machen die AVIAten das, was nah am Kunden besser geht.“

Ole Boie
Boie GmbH & Co. KG, Lübeck

AVIA Zeitstrahl

AVIA Zeitstrahl

 

1952/1953

Gründung Deutsche AVIA Mineralöl-GmbH

AVIA Schweiz vergibt Markenlizenz an Hugo Oest und Baptist Wagner

1956

Gründung AVIA Mineralöl-AG

Die AG dient als Einkaufsgemeinschaft. Die Unterlizenznehmer sind nun gleichberechtigt.

1957

AVIA wächst auf 14 Firmen

1960

AVIA International mit 64 Firmen in ganz Europa

AVIA Deutschland ist die größte Landesorganisation

1968

Die Zahl der deutschen AVIAten steigt auf 25

1969

der absolute Höhepunkt!

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es rund 46 200 Tankstellen

1972

Die ersten AVIA-Selbstbedienungstankstellen entstehen

Der „Club of Rome“ prophezeit, dass die Erdölvorräte der Erde im Jahr 1992 verbraucht sein werden.

1973

Die erste Ölkrise

AVIA hat aber keine Probleme, genügend Ware zu beziehen.

1979

Die zweite Ölkrise

Die Ölmultis haben Schwierigkeiten, genügend Rohöl zu kaufen

1980

Vertrag mit der saudi-arabischen Petromin

Dr. Helmut von Hummel scheidet aus, Dr. Joachim Christopeit wird Vorstand ...
AVIA landet einen weltweit beachteten Coup: Sie schließt einen Vertrag mit der saudi-arabischen Petromin über die Lieferung von Rohöl ab. In diesem Jahr ist AVIA mit 1 345 Tankstellen in Deutschland präsent, darunter 454 mit Selbstbedienung.

1984

In Deutschland wird das bleifreie Benzin eingeführt

1989

Bistros und größere Märkte

In vielen AVIA-Tankstellen entstehen auf der Grundlage des Shop-Konzepts größere Märkte und später Bistros

1990

AVIA in den neuen Bundesländern

Nach der deutschen Wiedervereinigung engagieren sich einige AVIAten auch in den neuen Bundesländern

1998

Manfred Baumgartner löst Dr. Christopeit ab

1999

„Fall Jemen“

Unabgesicherte Lieferverträge, AVIA muss den Jemen mit rund 3,5 Millionen D-Mark entschädigen

2000

Preiskrieg

In Deutschland entbrennt an den Tankstellen ein mörderischer Preiskrieg, einige AVIAten kommen in eine kritische Lage

2001

Umfassende Restrukturierung

Von den Multis BP und Shell übernehmen AVIAten bis 2004 eine Vielzahl von Tankstellen

2003

50-jähriges Jubiläum der AVIA Mineralöl-GmbH

2006

Hoher Stellenwert bei Kunden

Eine Kundenumfrage ergibt, dass AVIA bei den Kunden einen hohen Stellenwert hat. Man wird in einer positiven Abgrenzung zu den Konzernen gesehen.

2007

AVIA-Tankstellen bieten verstärkt Biokraftstoffe an

2009

AVIA Erdgas

Vertriebsstart AVIA Erdgas bei den AVIAten Bantleon, Boie und Klöcker

2010

Vertriebsstart AVIA Strom

2011

„AVIA Racing“

unterstützt Rallyesport, Kart-Rennen, Radsport und Skispringen

2013

Erster AVIA-Windpark

Holger Mark wird Vorstand

2016

60 Jahre AVIA Mineralöl-AG

Die großen Konzerne ziehen sich aus der Fläche zurück, AVIA mit ihrer regionalen Verankerung übernimmt Feier anlässlich des 60-jährigen Bestehens der AVIA Mineralöl-AG

AVIA - Das Logo

AVIA Logo

AVIA und der Mercedes-Stern

Das Logo von AVIA erfährt nach dem ersten Design von 1931 zahlreiche Wandlungen. Ab 1946 enthält das Logo einen schwarzen Propeller in einem rot umrandeten Oval. Von 1954 an gelten in der Bundesrepublik schärfere Vorschriften für Logos, und prompt macht Esso geltend, dass jegliche ovalen Markenzeichen mit rotem Rand für das Unternehmen geschützt seien - das Signet von AVIA dürfe nicht weiter verwendet werden. Nach langen Verhandlungen einigt man sich auf einen Kompromiss – und das AVIA-Logo wird rechteckig. Fair leistet Esso einen Zuschuss von 50.000 D-Mark für die Umstellung.

 

 

Da meldet sich Daimler-Benz und erklärt, der AVIA-Propeller sei eine Nachahmung des Mercedes-Sterns. Der Autobauer klagt auf Schadensersatz. Nach zweijährigem Hin und Her entschließt sich AVIA 1957, den Propeller durch einen Düsenjet zu ersetzen – das passt in die Zeit, denn in der zivilen Luftfahrt kommen die ersten Jets zum Einsatz. Das Verhältnis zu Mercedes-Benz entspannt sich, zumal einige AVIA-Firmen gute Kunden des Autokonzerns sind, etwa im Bereich Tankwagen. Mercedes zieht die Klage zurück und leistet wie Esso einen finanziellen Beitrag zur Umstellung des Signets. In späteren Jahren verschwindet dann das Flugzeugmotiv ganz aus dem Logo.