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Sommer Grand Prix Klingenthal – ein schlechtes und ein gutes Omen


Vorhang auf zur achten und letzten Station der Sommer-Grand-Prix-Serie 2019. Traditionell treffen sich die weltbesten Skispringer zum Finale in Klingenthal. Und fast schon traditionell unterstützt auch „AVIA“ die Veranstaltung in der Vogtland-Arena. Seit 2014 ist das Unternehmen als Sponsor mit von der Partie, zur Freude des Deutschen Skiverbandes und des austragenden Vereins VSC Klingenthal. Mit der Live-Übertragung am Samstag ab 16.30 Uhr bei MDR wird das Event deutschlandweit im TV zu sehen sein. „Mich freut es natürlich sehr, dass der Sender bei mir angefragt hat und ich das Springen an der Seite von Torsten Püschel kommentieren darf“, frohlockt der ehemalige Weltklasse-Skispringer Gerd Siegmund, der sich an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Klingenthal bestens auskennt. Der Erfurter blickt auf eine langjährige Erfahrung als Co-Kommentator bei Eurosport und zuletzt als Experte beim ZDF zurück.

Ob Medien, Sponsoren, Athleten, Organisatoren oder Fans – für das Finale furioso auf der hochmodernen Schanzenanlage am Schwarzberg verbindet alle eine Hoffnung: Dass die Bedingungen ein spannendes und faires Springen zulassen. Im Vorjahr fiel die letzte Standortbestimmung  auf Matten vor dem Weltcupauftakt dem Wind zum Opfer. Weder die Damen konnten ihre Grand-Prix-Premiere im Vogtland feiern, noch die Herren aufgrund des böigen Windes vom Bakken gelassen werden.

2019 soll trotz der prognostizierten Regenschauer alles besser werden. „Die Fans sollten also den Regenschirm und warme Kleidung nicht vergessen“, sagt Stephan Hauke, bei AVIA für das Sportmarketing verantwortlich. Das Vorspiel am vergangenen Wochenende beim Continental-Cup (2. Liga) lief ohne Wetterkapriolen ganz verheißungsvoll ab: „Traumhafte Bedingungen“, beschrieb der Presseverantwortliche Gunther Brand die Atmosphäre. Dabei weckte vor allem Doppelsieger Domen Prevc mit einem Trainingsflug auf 148,0 Meter Hoffnungen, dass es am Freitag (18 Uhr Qualifikation) und Sonnabend (Wettkampfbeginn 16 Uhr) eine spektakuläre Weitenjagd geben wird.  Dann zählt zunächst noch der Sommer-Schanzenrekord von 146,0 Metern (Daniel-Andre Tande) als Maß für die Besten des Feldes. Laut Reglement fließen nur Weiten aus der Qualifikation oder dem Wettkampf in die Chronik ein.

Doch Meter, Punkte und Ergebnisse spielen zumindest aus Sicht der Trainer im Herbst nicht die allerwichtigste Rolle. Der neue Bundestrainer Stefan Horngacher beschrieb vor seinem zweiten Auftritt als neuer verantwortlicher Trainer in Deutschland die Erwartungen so: „Klingenthal wird ein Zwischenziel sein. Wir werden sehen, ob die Sportler ihre Technik, die sie sich im Training angeeignet haben, auch im Wettkampf zeigen können.“ Auf der zweiten Sommerstation in Hinterzarten klappte dies bereits prächtig. Karl Geiger gewann, Richard Freitag wurde Dritter. Ein gutes Omen für das zweite Heimspringen dieses Sommers in Klingenthal?

Fest steht: Geiger besitzt als Gesamtsiebenter noch Chancen auf den Sommerpokal, wenn auch nur theoretisch: Mit 206 Punkten liegt er 64 Zähler hinter dem führenden Japaner Yukiya Sato, dem zum Abschluss besonders Hinzenbach-Sieger Dawid Kubacki (Polen/10 Punkte zurück) und Timi Zajc (Slowenien/34) im Nacken liegen. 100 Punkte gibt es für den Sieg, 80 für den Zweiten, 60 erhält der Dritte – so wie im Weltcup. Interessant erscheint auch die Frage, ob Gregor Schlierenzauer seine aufsteigende Tendenz in diesem Sommer unter Beweis stellen kann. Als Zweiter in Hinterzarten und Vierter von Hinzenbach deutete der Tiroler Rekordweltcupsieger an, dass seine Zusammenarbeit mit Ex-Bundestrainer Werner Schuster kommenden Winter Früchte tragen wird. 

Aus deutscher Sicht sollte das Grand-Prix-Finale einen Fingerzeig geben, wie es um die zweite Garde und den Nachwuchs bestellt ist. Deutschland startet in Klingenthal mit einer nationalen Gruppe in der Quali, also mit zwölf Springern. Auch der Sachse Martin Hamann, der von AVIA unterstützt wird, möchte sich nach seinem besten Winter nun als feste Größe im Nationalteam etablieren. „Vereinzelte Trainingssprünge sind mir in diesem Sommer schon gut gelungen. Jetzt will ich das auch einmal im Wettkampf zeigen“, hat sich das Talent von der SG Nickelhütte Aue für sein Heimspiel einiges vorgenommen. Und wo würde das schöner passen, als in heimischen Gefilden, vor dem tollen Publikum in der Vogtland-Arena?

Erstellt am:
News: Skispringen
Deutsche AVIA Mineralöl-GmbH